27. August 2017

Was macht eigentlich … das Ozonloch?

Atmosphärische Karte der Ozonschichtdicke, Quelle: Wikimedia (CC BY-SA 3.0), Autor: San Jose

Hintergrund

Bereits 1974 warnten Wissenschaftler vor dem Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) beispielsweise als Treibmittel in Sprühdosen und als Kühlmittel. Die Warnungen wurden ignoriert, bis Anfang der 1980er ein Loch in der Ozonschicht der Stratosphäre gemessen wurde. Die Ozonschicht über dem Südpol wurde zunehmend durchlässig für schädliche UV-Strahlen, aus meteorologischen Gründen ist der Effekt über der Arktis weniger ausgeprägt. Ab 1987 wurden FCKW durch das Montrealer Protokoll zunächst in den Industriestaaten schrittweise gebannt und 1999 im Abkommen von Peking global eingeschränkt. Seit etwa 2012 zeichnet sich endlich eine Trendwende ab – das Ozonloch über der Antarktis schliesst sich. Dabei schwankt seine Größe in den letzten Jahren stark, weil der Regenerationsprozess hoch empfindlich für Störfaktoren (z.B. Sonnenzyklus, Vulkanausbrüche, Grosswetterlage) ist.

Aktuelle Studie weist auf weitere Ozonzerstörer hin

Optimistische Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 die Erholung abgeschlossen ist  – vorausgesetzt, es gibt keine negativen Effekte durch den Klimawandel und keine anderen die Ozonschicht angreifenden Chemikalien. Besorgniserregender Weise sind diese bereits identifiziert, so das Dichloromethan. Dieses wird vielseitig als Kühlmittel, Lösungsmittel oder in Klebstoffen eingesetzt. Im Juni diesen Jahres erschien ein wissenschaftlicher Artikel zu Dichloromethan. Die Autoren haben berechnet, dass die Ozonschicht ohne Verwendungssteigerung von Dichloromethan bis 2064 zum Wert von 1980 zurückkehren könnte (günstigste Annahme). Unter Berücksichtigung des Langzeittrends der globalen Verwendung von Dichloromethan verzögert sich die Erholung der Ozonschicht bis zum Ende dieses Jahrhunderts (Szenario 1). Unter Berücksichtigung der starken Verbrauchssteigerung in den Jahren 2012-2014 erscheint eine Erholung der Ozonschicht sogar zweifelhaft (Szenario 2).

Trotz erster Erfolge ist also noch keine Entwarnung in Sicht… Bis zum nächsten effektiven Verbot empfiehlt sich die persönliche Reduktion des Verbrauchs Dichloromethan enthaltender Produkte. 

Die Studie lesen:

Hossaini, R. et al., 2017, The increasing threat to stratospheric ozone from dichloromethane. Nature Communications 8: 15962 [Link]

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