9. August 2017

Rückzugsraum zwischen Obstbäumen

Späte Mahd erhält Wiesenblüte

Am 09.08.2017 gab es mit dem BUND-Landesvorsitzenden Holger Sticht einen Ortstermin auf unserer Streuobstwiese mit alten und zum Teil selten gewordenen Sorten. Unsere Wiese präsentierte sich dieses Mal als kleines Idyll. Aufgrund des späten Mahdtermins hob sich der hochsommerliche Blühaspekt weithin sichtbar von den umliegenden, bereits gemähten Wiesen ab. Diese zeitliche Staffelung der Mahd auf unterschiedlichen Wiesenparzellen macht ökologisch Sinn: So bleiben Rückzugsräume für Tiere, bis die umliegenden Wiesen wieder nachgewachsen sind.

An den Apfelbäumen kündigt sich die Ernte an. Doch stehen hier nicht nur Apfelbäume. "Bemerkenswert sind die Speierlinge als Wildobstpflanzung" stellte Holger Sticht fest. Aber auch ein Idyll will gepflegt werden. Wer Lust hat, in diesem Refugium aktiv zu werden, darf uns gerne ansprechen.

Streuobstwiese im Scherfbachtal

Seit 1988 pflegen wir eine Streuobstwiese im Scherfbachtal in Odenthal-Voiswinkel. Sie liegt an einem Nordhang umgeben von Weideland an der Wiebershausener Straße/Höffer Weg.
Wie man heute weiß, haben Obstwiesen einen hohen ökologischen Wert. Sie sind Lebensraum vieler Arten von Pflanzen und Tieren. Auf einer Streuobstwiese werden vor allem hochstämmige, alte einheimische Obstsorten angebaut. Darunter kann sich eine Vielfalt von Wiesenpflanzen entfalten. Unsere Streuobstwiese ist zudem mit einer natürlichen Hecke umgeben. Hochstämmige Obstbäume haben eine längere Lebensdauer. Im Stamm alter Obstbäume entstehen Baumhöhlen, die als natürliche Unterkunft vieler Vogelarten und kleinen Säugetieren, wie Siebenschläfer, Eichhörnchen und Fledermäusen dienen.
Jahrhunderte lang prägten Streuobstwiesen unsere Kulturlandschaft. Sie lieferten Obst und dienten als Bienenweide für den wertvollen Honig. Außerdem hatte man Weideland für das Vieh bzw. Mähwiese zum Heu machen. Leider rentiert sich diese Art der Landnutzung heutzutage nicht mehr. Einst wurden die Obstwiesen mit EG-Rodungsprämien abgeholzt um moderne Anbaumethoden zu fördern. Heute gibt es Gelder um die Wiesen zu schützen.
Die Pflege von Streuobstbäumen (Hochstamm) ist sehr arbeitsintensiv - Anpflanzen, Erziehungsschnitte, Pflegeschnitte, Ernten und Vermarkten - sie rentieren sich leider nicht mehr für den gewerblichen Anbau. Deshalb haben es sich die Naturschützer zu Aufgabe gemacht, neue Streuobstwiesen anzulegen und alte zu erhalten. 



persönlicher Kontakt

Samstag 10 - 14 Uhr

Heideportal Turmhof
Kammerbroich 67
51503 Rösrath

Tel.: 02205 - 9478284

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