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BUND Kreisgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis

Unsere Streuobstwiese im Scherfbachtal

Seit 1988 pflegen wir eine Streuobstwiese im Scherfbachtal in Odenthal-Voiswinkel. Sie liegt an einem Nordhang umgeben von Weideland an der Wiebershausener Straße/Höffer Weg.

Lebensraum Streuobstwiese

Wie man heute weiß, haben Obstwiesen einen hohen ökologischen Wert. Sie sind Lebensraum vieler Arten von Pflanzen und Tieren. Auf einer Streuobstwiese werden vor allem hochstämmige, alte einheimische Obstsorten angebaut. Darunter kann sich eine Vielfalt von Wiesenpflanzen entfalten. Unsere Streuobstwiese ist zudem mit einer natürlichen Hecke umgeben. Hochstämmige Obstbäume haben eine längere Lebensdauer. Im Stamm alter Obstbäume entstehen Baumhöhlen, die als natürliche Unterkunft vieler Vogelarten und kleinen Säugetieren, wie Siebenschläfer, Eichhörnchen und Fledermäusen dienen.

Jahrhunderte lang prägten Streuobstwiesen unsere Kulturlandschaft. Sie lieferten Obst und dienten als Bienenweide für den wertvollen Honig. Außerdem hatte man Weideland für das Vieh bzw. Mähwiese zum Heu machen. Leider rentiert sich diese Art der Landnutzung heutzutage nicht mehr. Einst wurden die Obstwiesen mit EG-Rodungsprämien abgeholzt um moderne Anbaumethoden zu fördern. Heute gibt es Gelder um die Wiesen zu schützen.

Die Pflege von Streuobstbäumen (Hochstamm) ist sehr arbeitsintensiv – Anpflanzen, Erziehungsschnitte, Pflegeschnitte, Ernten und Vermarkten – sie rentieren sich leider nicht mehr für den gewerblichen Anbau. Deshalb haben es sich die Naturschützer zu Aufgabe gemacht, neue Streuobstwiesen anzulegen und alte zu erhalten.

28. August 2018: Einsatz auf der Streuobstwiese

Der Zaun musste repariert und Nistkästen für Vögel und Insekten sollten aufgehängt werden. Die Streuobstwiese im Scherfbachtal bekam Besuch von einigen Aktiven vom BUND und von der Biologischen Station Rhein-Berg. Wir freuten uns über eine frisch gemähte Wiese (wer war da so fleißig?) so dass nur die Schuhe nass wurden. Die Nordseite des Scherfbachtals ist nicht sehr sonnenverwöhnt und die Feuchtigkeit hält sich hier den ganzen Tag. Dank extensiver Nutzung konnte sich das Areal gut entwickeln und liefert eine erstaunliche Artenvielfalt. Die Benjeshecke hat sich sehr schön entwickelt und die Obstbäume sind jetzt voller Früchte.

Vor ca. 30 Jahren hat der BUND die Wiese gepachtet. Sporadisch treffen sich die Aktiven zu mehreren Einsätzen pro Jahr und versuchen in liebevollen Einsätzen den Charakter der Streuobstwiese zu erhalten.

Streuobstwiesen im Blick des BUND NRW

Links zu Streuobstwiesen-Seiten auf dem Internetportal des BUND NRW:

Streuobstwiesen: Kostbares Kulturgut und wertvoller Lebensraum
(u.a. mit Obstsortenempfehlungen und weiteren Tipps)

BUND fordert besseren gesetzlichen Schutz für Obstwiesen (02. Dez. 2016)
Streuobstwiesen benötigen gesetzlichen Schutz - die Regelungen des neuen NRW-Landesnaturschutzgesetzes sind unzureichend, um die heimischen Obstwiesen wirksam zu schützen.

Kontakt

Karin Stagge

Vorstandsvorsitzende
Kammerbroich 67 51503 Rösrath E-Mail schreiben Tel.: 02205 9478284

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