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BUND Kreisgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis

Verkehr in und um Bergisch Gladbach

Autobahnzubringer auf dem Bahndamm

Der Bahndamm 2019  (Bernhard Werheid)

Dieses Thema wird schon seit Jahrzehnten diskutiert. Immer wieder haben verschiedenste Gutachten bewiesen, dass dieses Straßenbauprojekt keinen schnelleren Zugang zur Autobahn ermöglicht, es würden sogar Verkehrströme angezogen. Nun kommt aus Düsseldorf die Idee, dort als Alternative zum Autobahnring mit einer Nord-Süd Tangente Schnellverkehr mitten durch Bergisch Gladbach zu führen.

Nachdem im Landschaftsberat die Einwände der BUND-Vertreter nicht protokolliert worden sind, haben wir beim Landesbüro der Naturschutzverbände am 30.8.2012 einen Entwurf zur Abstimmung mit den anderen Naturschutz-Verbänden eingereicht und als keine Rückmeldung kam, am 6.2.2013 offiziell als Stellungnahme des BUND zum Straßenbauprojekt Ortsumgehung Bergisch Gladbach L 286 eingereicht:

Wir als Naturschutzverbände können den Ergebnissen der vom Landesbetrieb Straßenbau nun vollständig vorgelegten Umweltverträglichkeitsstudie nur voll und ganz zustimmen.Der zweite Bauabschnitt mit einem wie auch immer gearteten Autobahnanschluss ist mit der vorliegenden UVS unter Gesichtspunkten der Flora Fauna Habitat Richtlinie nicht genehmigungsfähig. Aus diesem Grund erscheint die Durchführung des ersten Bauabschnitts sinnlos, da dieser eigentlich als Zwischenlösung bis zur Realisierung des Autobahnanschlusses dienen sollte. Für sich allein stehend hätte dieser Abschnitt mit dem Anschluss eines Gewerbegebietes und einer nur als gering belegten Entlastung anderer Straßen lediglich kommunale Bedeutung, was den Einsatz von Landesmitteln juristisch fragwürdig macht.

Davon abgesehen zeichnen sich die beiden verbleibenden Realisierungsvarianten des ersten Bauabschnitts ebenfalls durch massive Beeinträchtigung besonders der Schutzgüter Mensch sowie Pflanzen und Tiere aus. Das letzte großflächige grüne Band in Bergisch Gladbach würde zerstört und das bisher in diesem Bereich noch naturnahe Stadtbild durch eine 4 km lange und inklusive der Bahndammhöhe bis zu 10 m hohe Mauer aus Lärmschutzwänden zerschnitten. Der Bahndamm ist vom Gewerbegebiet aus in südlicher Richtung bis zur Kölner Straße seit über 40 Jahren stillgelegt, unberührt und steht teilweise selbst unter Landschaftsschutz.

Durch die Mehrbelastung der Frankenforster/Kölner Str. bei Nutzung des bereits vorhandenen Autobahnanschluss würden weitere Eingriffe in Privatgrundstücke erforderlich sein. Der Anschluß kommunaler Straßenprojekte wie Bahnübergang Tannenbergstrasse und Querspange Refrather Weg/Gewerbegebiet Zinkhütte zieht zusätzliche Verkehrsbelastung in schützenswerte Naherholungsgebiete.

Wir fordern daher unverzüglich alle weiteren Planungen einzustellen, um nicht weiter sinnlos Steuergelder zu verschwenden. 

Kontakt

Karin Stagge

Vorstandsvorsitzende
Kammerbroich 67 51503 Rösrath E-Mail schreiben Tel.: 02205 9478284

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